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Wienereien

Mein erster Besuch in Wien war vor geschätzten zwanzig Jahren (fast jedenfalls…) und das Programm bestand damals aus Sissi-Schönbrunn-Kaffeehäusern-Kuchen und Klimt. Ich habe mich verändert – und Wien aber auch! Oh ja. Die eher miefige, altbackene Stadt ist richtig hip geworden. Auf eine sehr gute, kreative, entspannte und freundliche Art. Im sechsten und siebten Bezirk – die Wiener nennen diese Gegenden „Boboville“, wo die bourgeoise Bohemien leben – gibt es zuhauf kleine Boutiquen, Designerläden, Restaurants, Gelaterias und Cafés. Diesen Sommer war ich wieder in Wien. Hier ein paar Orte, die mir besonders gut gefallen haben:

Joseph Brot vom Pheinsten
Für viele macht der „Joseph“ das beste Brot von Wien. Es wird nach alter Tradition gebacken, der Sauerteig bekommt viel Zeit. Inzwischen gibt es drei Filialen. Ich war im Bistro an der Landstraßer Hauptstraße 4, zu dem auch eine Bäckerei und Patisserie gehört. Super zum Frühstücken!

Joseph Brot, Bäckerei & Bistro

Joseph Brot, Bäckerei & Bistro

Veganista
Ich bin nicht so der Eis-Fan – oft schmeckt es einfach nicht. Ganz anders jenes von „Veganista“. Der Name sagt es, hier werden keine tierischen Produkte verwendet. Die meisten der 18 (!) Sorten enthalten Sojamilch. „Veganista“ gibt es zweimal in Wien.

Veganista, veganes Eis, 7 Bezirk

Veganista, veganes Eis, 7 Bezirk

Die Sellerie
Halt! Nicht vorbeigehen, reingehen! In der „Sellerie“ (abgeleitete von to sell…) findet man eine hübsche Auswahl an Geschenken, Accessoires und Designprodukten aus Europa. Geleitet wird das Geschäft von vier Graphik Designern, die auch eine eigene Papierkollektion aus Karten und Postern anbieten. An der Burggasse, gleich gegenüber, liegt auch das empfehlenswerte Café „Das Möbel“.

Sellerie, 7 Bezirk

Supersense
Das „Supersense“ hat sich dem analogen Handwerk verschrieben. Im ehemaligen Dogenpalast in der Praterstrasse steht ein Tonstudio, ein Illustrator arbeitet mitten im Raum an einem Pult und bietet einen Handschriften-Sevice an. Es hat eine Druckerpresse, an der Kaffee-Bar belegt Micky Ritter (er war vor einem Jahr noch Banker) Handsemmel, die ein Bäcker in Wien tatsächlich noch von Hand formt. Ein Unikum ist auch der Voice-O-Graph: die alte, aus Holz gefertige Telefonzelle ist gleichzeitig ein Mini-Tonstudio. Für 15 Euro kann man eine 90 sekundenlange Single aufnehmen, die gleich auf eine Platte gepresst wird.

Supersensens, Cafe, Phot und Musik

Supersensens, Cafe, Phot und Musik

Supersensens, Cafe, Phot und Musik

Fotos: Anne Gabriel-Jürgens

 

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