Kochen, Reisen
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Atelier auf Wanderschaft

Das Panorama müsst ihr euch selbst ausdenken. Oder hier anschauen. Die Gipfelwanderung vom Glaubenbielen zum Nünalpstock fand im Nebel statt. Berner Alpen und Brienzer Rothorn sahen wir nicht. Schön wars trotzdem. Schön melancholisch. Wir waren zu zehnt unterwegs, Piris Ateliergemeinschaft, inklusive Anhang, plus Max, der Berner Sennenhund. Dieser ist erst 14 Monate alt und war dementsprechend aufgeregt. So viele Menschen! So viele Gerüche! Ein neuer Ort! Ein unaufmerksamer Moment beim Mittagessen hatte gereicht und haps!, war ein Stück unserer Spinatrolle weg. Worüber ich kurzzeitig die Contenance verlor – sorry, Max!  Ich bin einfach so verfressen wie du.

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Dani und sein Gemüse-Sandwich, Zwischenhalt auf der Nünalp, 1725 m. ü. M.

Bei der Atelierwanderung vom letzten Jahr hatte Dani mit einem veganen Randenbrotaufstrich foodmässig abgeräumt. Sein Gemüse-Sandwich sah nicht schlecht aus, wurde aber von Andreas Linsensalat mit Haloumi (mitgenommen im Weck-Glas) getoppt. Unsere Spinatrolle mit Taleggio war am Freitagabend nach einem Essen mit Freunden übrig geblieben und schmeckte kalt ebensogut wie frisch aus dem Ofen.

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Hofladen auf dem Glaubenbielerpass, die Spinatrolle mit Taleggio.

Spinatrolle mit Taleggio
Aus „Vegetarische Köstlichkeiten“ von Yotam Ottolenghi, für 6 Personen.

Teig
160 ml Vollmilch
2 TL Trockenhefe
350 g Weizenmehl
1 TL Zucker
50 ml Sonnenblumenöl
1 Ei
1 Eigelb
Salz

Milch in einem Topf leicht erwärmen, vom Herd nehmen und die Hefe darin unter Rühren auflösen und 10 Minuten stehen lassen.
Die restlichen Teilzutaten und 1/2 TL Salz in eine Schüssel geben. Die Hefemilch dazugeben und mit dem Knethaken auf langsamer Stufe etwa 2 Minuten vermischen. Geschwindigkeit auf die höchste Stufe stehen und weitere 7 Minuten kneten, bis der Teig glatt und glänzend ist. Man kann das Kneten auch per Hand erledigen, was allerdings 5 Minuten länger dauert. Etwa 45 Minuten bis auf das Doppelte aufgehen lassen. Den Teig auf etwas Mehl auf die Grösse eines Blechs (30 x 40cm) ausrollen. Auf ein mit Backpapier bedecktes Blech legen, mit einem Tuch zudecken und weitere 30 Minuten gehen lassen.

Füllung
80 g Crème fraîche
100 g junger Spinat
20 g Basilikum
100 g Pecorino, gerieben
250 g Taleggio, in 2 Stücke geteilt
150 g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft
Mohnsamen

Crème fraîche auf dem Teig verteilen und mit 1/2 TL Salz würzen. Spinat, Basilikum, Pecorino, Taleggio und die Tomaten darüberstreuen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen. Die Rolle mit der Nahtstelle nach unten auf das Blech legen, mit einem Tuch bedecken und noch einmal 30 Minuten gehen lassen.
Backofen auf 220 Grad vorheizen. Die Rolle mit etwas Eiweiss (übrig geblieben vom Teig) bestreichen und mit Mohnsamen bestreuen. In den Ofen schieben, nach 10 Minuten die Temperatur auf 180 Grad reduzieren und weitere 25 Minuten backen. Etwas auskühlen lassen und in dicke Scheiben schneiden. Warm oder kalt servieren.

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Nebelwanderung (sonst Panorama-Rundwanderung) vom Glaubenbielenpass auf den Nünalpstock

1 Kommentare

  1. Florian sagt

    Das liest sich guuuut!

    Die Spinatrolle werde ich bald für meinen Sohn und seine Kameraden machen, wenn sie zum Mittagstisch zu uns kommen.

    Vielen Dank für die Inspiration und das Rezept!

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