Kochen, Winter
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Federkohl-Rouladen

Ich habe die Tage zwischen den Jahren mit Aufräumen und Kochen verbracht und dabei eine überraschende Gemeinsamkeit zwischen den beiden Tätigkeiten entdeckt: Marie Kondo meets Federkohl-Roulade.
Der Spassfaktor in der Küche überwiegt klar der Aufgabe, sich einem seit Jahren nicht mehr ausgemisteten Kleiderschrank zu stellen. Wegwerfen fällt mir schwer – auch wenn ich gewisse Teile längst nicht mehr anziehe, hänge ich doch daran. Für solche Sentimentalitäten hat Marie Kondo, die japanische Aufräum-Expertin, kein Gehör. Magic Cleaning heisst ihre Methode. Nach einer von Kondo festgelegten Reihenfolge wird erst radikal ausgemistet, danach die Wohnung neu geordnet. Ihre beiden Bücher lesen sich easy nebenbei und sind äusserst amüsant – oder habt ihr euch mal überlegt, wie unwohl sich Strümpfe fühlen, wenn sie in als Knäuel in der Schublade liegen? Marie Kondo schon. „Ich glaube fest daran, dass das Aufräumen sowohl für die Menschen als auch für die Dinge eine Befreiung ist.

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Was ich wirklich toll finde und anwende, ist ihr System im Kleiderschrank. Alles was gefaltet werden kann, wird gefaltet (hier ein Film dazu) und stehend in Schubladen verstaut. Analog einer fein säuberlich zubereiteten Bento-Box – wobei wir beim Thema Essen angelangt wären. Die Federkohl-Rouladen werden so sorgfältig eingerollt wie ein T-Shirt von Marie Kondo. Wir haben dieses Rezept im letzten Jahr als Hauptgang zusammen mit einem Safran-Risotto an einem unseren Kochabenden serviert und es hat so gut geschmeckt, dass wir fast zu wenig Nachschub hatten…

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Federkohl-Rouladen
Für 4 Personen, als Beilage passt ein Safran-Risotto. Zum Servieren die Roulade in zwei Teile schneiden und auf dem Teller anrichten. 

Füllung
300 g Federkohl
200 g Quark
50 g geriebener Käse (z.B. Gruyere, ich hatte noch restliche Raclette-Scheiben verwendet)
1 Eigelb
1 Knoblauch-Zehe
Salz, Pfeffer

Crèpes
80 g Mehl
2 Eier
2 dl Milch
20 g Butter, flüssig
2 Prisen Salz

Guss
1 dl Halbrahm
Salz, Pfeffer
Käse zum Überbacken

Federkohl waschen, entstielen und in kochendem Salzwasser einige Minuten blanchieren. Abgiessen und mit kaltem Wasser abschrecken. Etwas auskühlen lassen. Dann die Blätter gut ausdrücken und grob hacken. In einer Schüssel der gehackte Federkohl, Quark, geriebener Käse und Eigelb gut vermengen. Knoblauch dazupressen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Für den Crèpes-Teig Eier und Milch gut verklopfen, mit Mehl, Butter und Salz zu einem glatten Teig verrühren. In einer Bratpfanne 4 bis 6 Crèpes ausbacken. Diese mit der Quark-Federkohl-Masse füllen und aufrollen. Den Halbrahm mit Salz und Pfeffer würzen, etwas davon in eine feuerfeste Form geben, die Federkohl-Rollen darauf legen, mit dem restlichen Rahm übergiessen und mit Käse bestreuen.
Im Ofen bei 160 Grad in der Mitte ca. 20 Minuten überbacken.

 

 

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