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Polenta, Barba di frate und Ei

Im Frühling freue ich mich immer auf Barba di frate. Von März bis Ende Mai dauert die kurze Saison des Mönchbarts. Auf Wochenmärkten wird man meist fündig, auch die Grossverteiler haben ihn inzwischen im Sortiment. Denn das bärtige Gemüse aus Italien wird immer beliebter – halt ein typischer Hippster.

Klassischerweise serviert man den Mönchsbart mit Spaghetti, ein total einfaches und delikates Gericht. Wunderbar funktioniert auch die Kombination mit einem pochierten Ei wie bei meinem Rezept. Wer zeitlich knapp dran ist, nimmt statt der Polenta ein getoastete Stück Sauerteigbrot. Das passt dann gleich zum Brunch – Ostern naht und mit Barba di frate beeindruckt man die Verwandtschaft auf alle Fälle.
Vielleicht noch ein Wort zur Polenta: die 2-Minuten-Express-Variante kenne ich natürlich auch, die gabs bei mir jeweils im Studentenwohnheim – und seither nie mehr. But feel free… ich bleib bei meiner Bramata und weil diese seine Zeit braucht, nehme ich immer 250 Gramm Maisgriess. Eine Hälfte wird gleich gegessen (verfeinert mit Gorgonzola und in Kombination mit einem Salat), die andere auf ein Blech gestrichen, ausgekühlt und dann gebraten – oder mit Barba di frate serviert.

Auch hier gibt es Barbe di frate, der Wochenmarkt in der Altstadt von Biel.

Polenta, Barbe di frate und Ei 
Als Vorspeise oder zum Brunch für 4 Personen oder als Hauptgang für 2 Personen, dann pro Person zwei Polentascheiben verwenden. 

Polenta-Böden
125 g Maisgries (Bramata)
4 dl Gemüsebrühe
1 dl Milch
Olivenöl
etwas Reibkäse (z.B. Gruyère)

Gemüsebrühe und Milch aufkochen, Maisgriess einrühren, Temperatur reduzieren und bei kleiner Hitze 40 Minuten zu einem dicken Brei einköcheln. Dabei regelmässig umrühren und wenn nötig etwas Wasser dazugeben.
Die Polenta ca. 2 cm dick auf ein Blech ausstreichen und komplett auskühlen lassen. Vier Kreise von 9 cm ausstechen und diese auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. (Die Resten, die beim Ausstechen der Kreise entstehen, kann man am nächsten Tag mit etwas Käse braten.) Jeder Kreis mit etwas Olivenöl bestreichen und mit Reibkäse bestreuen. Im Ofen bei 220 Grad ca. 15 Minuten überbacken. In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten.

Ein Bund Barba di frate (300 bis 400g)
1 Knoblauchzehe, in feine Scheiben
Olivenöl
4 Eier
Essig

Den Barba di frate gut waschen und den untersten, dunklen Teil wegschneiden. In einer hohen Bratpfanne in etwas Olivenöl den Knoblauch anbraten, den Barba di frate dazugeben und 3 bis 4 Minuten unter Rühren dämpfen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gleichzeitig die pochierten Eier zubereiten: In einer Pfanne Wasser mit etwas Essig bis kurz vor dem Kochen bringen. Ein Ei nacheinander in eine Tasse aufschlagen und vorsichtig ins Wasser gleiten lassen. Drei bis vier Minuten köcheln lassen und dann mit einer Schöpfkelle vorsichtig herausheben und gut abtropfen lassen.
Auf jeden Teller einen Polenta-Boden legen, Barba die frate wie ein Nest drapieren und am Schluss das pochierte Ei reinlegen. Sofort servieren.

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