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Happy Torte!

In diesem Jahr haben wir in unserem Freundeskreis die ersten 40. Geburtstage (huch, ja vierzig) gefeiert. Ein persönliches, nicht doofes, nicht zu teures, nicht sinnloses aber trotzdem schönes Geschenk zu finden, ist eine komplizierte Sache. Torten passen natürlich immer – und wenn sie selbst gemacht sind, umso besser! Für Thomas Geburtstagsfest haben wir uns zusammengetan und entwarfen eine doppelstöckige, gefüllte Schokoladentorte, die mit Illustrationen verziert wurde. Mein erster Abstecher in die Patisserie liegt schon ein paar Jahre zurück. Für meine Freundin Simone habe ich eine dreistöckige, mit weissem Fondant überzogene Hochzeitstorte gebacken. Die Herstellung war sehr aufregend, weil natürlich auch etwas heikel. Wer will schon eine Torte, für diesen Tag verpfuschen. Diesmal kam die Aufregung ganz am Schluss, als wir die Torte für den Blog fotografieren wollten. Draussen regnete es in Strömen und war kalt, wie so oft in diesem Sommer. Die Freunde, die uns mit dem Auto zur Waldhütte mitnehmen wollten, warteten schon fast vor unserer Türe – und wir standen mit der fixfertigen Torte im Wohnzimmer. Genau in solchen Momenten will es mit den Bildern einfach nicht klappen. Das Licht zu dunkel, der Hintergrund funktioniert nicht, der Untergrund ebenfalls nicht. Mist! Ich habe rumgeknipst und gehofft, dass sich dann vor Ort noch eine Gelegenheit ergeben würde. Doch dort hat es weiter geregnet, die Waldhütte war halt eine Waldhütte und als wir die Torte angeschnitten haben, war es dunkel… Okay, ihr stellt euch das Tortenstück nun mal in eurer Fantasie vor (es sah gut aus!) und ich gebe hier meine gesammelten Tipps für solche Abenteuer bekannt:

  • Planung, Planung, Planung! Für die Torte zwei Tage berechnen. Am ersten Tag das Biskuit backen, füllen, mit Schokoladenganaché oder Konfitüre überziehen und dann über Nacht in den Kühlschrank stellen. Für die Geburtstagstorte habe ich „Schokokuchen mit Himbeer-Ganache“ aus Cynthia Barcomi: Let’s Bake gebacken.
  • Fondant kaufen: Fondant besteht vor allem aus Zucker und hat eine ähnliche Konsistenz wie Marzipan. In Backshops (z.B. Back-Art in Zürich oder Bakeria in Aarau, beide haben auch einen Online-Shop) wird er in Blöcken und in allen Farben angeboten. Dort kriegt man auch Beratung und Mengenangaben.
  • Fondant verarbeiten: Für die Verarbeitung kann man in den Backshops verschiedene Utensilien kaufen, ich behelfe mich mit dem, was ich in meiner Küche finde. Arbeitsunterlage mit etwas Kokosfett bestreichen und mit Puderzucker bestreuen. Fondant kneten, bis er weich und geschmeidig ist. Mit einem Walholz vorsichtig ausrollen, wenn nötig, mehr Puderzucker nehmen. Wenn die richtige Grösse erreicht ist, den Fondant vorsichtig über die Torte legen und an den Seiten runterstreichen. Bei grösseren Torten ist es einfacher, wenn man das zu zweit macht – die Gefahr, dass der Fondant reisst, ist so geringer. Übrigens: auf Youtub gibt es viele Videos, auf denen demonstriert wird, wie man eine Torte mit Fondant überzieht.
  • Geschenkbänder: eignen sich als schlichte Dekoration und kaschieren elegant die Schnittkante des Fondants.
  • Festkleben: den oberen Tortenstock habe ich mit Glasur (Puderzucker mit etwas Wasser anrühren) auf der unteren Torte festgemacht. Für Stabilität sorgen auch die langen Holzstäbchen, die wir teils ganz durchgestochen haben.
  • Noch Fragen? Ich helfe gerne weiter.

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