Autor: Barbara Halter

Walking New York City Two

In vier Monaten New York City habe ich sechs Skizzenbücher gefüllt. Ich zeichnete auf den Strassen, in Coffee Shops und Museen. In Parks, an Konzerten und am Strand. Unterwegs in der Subway, Galerien und in Diners. Meine einzige Regel: Ich akzeptiere das Resultat und reisse keine Seiten aus dem Buch – das ist mir fast gelungen. Hier Folge zwei aus dem Skizzenbuch. 

Walking New York City

„That is so New York„, sagen die Menschen in Manhattan gern. Und es schwingt dabei immer ein gewisser Stolz mit, im Sinne von: Ich gehöre dazu, ich bin auch ein Teil davon. Ab wann sich ein Bewohner von New York City dann „New Yorker“ nennen darf, ist schwierig. So schnell man sich in dieser Stadt heimisch fühlt, so sehr bleibt man doch Beobachter – mit wachem Geist und dem Skizzenbuch in der Hand. Und einem Koffer voll Anekdoten.

Kaffee trinken in der Stadt Zug

Zwei Dinge, die jeder weiss über Zug (auch wenn er noch nie hier war): In der Stadt leben vor allem reiche Leute und alle essen gerne Zuger Kirschtorte. Alles Quatsch natürlich. Abgesehen vom einer Prise Wahrheit, die jedes Klischee so an sich hat. Für den City Guide Zug hat mein Lieblingsmensch fünf Cafés der Stadt porträtiert. Und ja, darunter ist auch jenes mit der berühmten, beschwipsten Torte, bei der ich bis heute nicht verstanden habe, was daran so fein soll sein. Doch schaut selber!

Einblicke in die buddhistische Küche. Ein Gespräch mit Jeong Kwan.

Die Netflix-Doku Chef’s Table hat sie berühmt gemacht. Unter all den Gourmet-Köchen ist Jeong Kwan sicher die Ungewöhnlichste. Ein Restaurant führt sie nicht, ihre Gäste sind die Zen-Mönche und Nonnen in einem Buddhistischen Kloster in Südkorea. Anfang Jahr war die sie auf Besuch in der Schweiz. 

Polenta, Polenta

Fährt man südlich, gibts Polenta. Kein Wunder, hat Grosmutter Giovannina jeweils wehmütig geseufzt, wenn wir ihr am Telefon erzählten, dass es bei uns zum Abendessen Polenta gäbe. In ihrer Heimat Fonzaso in Norditalien gehört der Maisbrei zur traditionellen Küche. 

Porridge mit Apfelschnitzli

Bei Porridge sind die Fronten in unserem Haushalt verhärtet. Sie liebt ihn. Er hat es sich zur Kunst gemacht, das Wort so auszusprechen, als müsste er sich gleich übergeben. Einverstanden, wirklich lecker sieht so eine Schale Porridge nicht aus. Foodporn geht anders. Aber darum geht es hier jetzt nicht.

Let’s talk about Tulum

Tulum ist die Lieblingslocation der trendigen, stilbewussten Bloggerszene. Mädels in flatternden Boho-Kleidchen schaukeln in ihrem todschicken Eco-Hotel vor dem türkisfarbenem Meer, es werden Listen aufgestellt, wo man essen und in welchen Strand-Klub man gehen soll. Alles okay, aber auch alles etwas austauschbar. Dieser Bericht beginnt etwas anders – denn am ersten Abend wären wir am liebsten gleich wieder abgereist.