Autor: Barbara Halter

Parathas mit Chutney: indisch frühstücken

Die Hitze der vergangenen Tage hat bei mir eine unbändige Lust auf indisches Essen ausgelöst. Während der Yoga-Stunde sah ich vor meinem inneren Auge Parathas, gefüllte Fladenbrote, die es in Indien zum Frühstück gibt. Ich erinnerte mich an jenen ersten Morgen in Delhi, an dem wir, noch leicht bedusselt vom Jetlag, am grossen Esstisch im Master Guesthouse sassen und Parathas mit unglaublich gutem Chutney serviert bekamen. 

Ein Samstag in Biel

Ich behaupte mal, dass Biel die am meisten unterschätzte Stadt der Schweiz ist. Sie ist nicht so putzig wie Bern, nicht so malerisch wie Luzern und schon gar nicht so hip wie Zürich. Auf den ersten Blick zeigt sich Biel rau und kratzbürstig. Diese Liebe muss erst wachsen. Am Besten während eines Rundgangs in der Altstadt.

Die Pasta meines Lebens

Ich habe am Markt in Zug einen Stand entdeckt, der günstige Sugotomaten verkauft. In einer Kiste liegen jeweils eine Mischung aus Pelati und anderen kleinen Tomaten – alle sehr reif und nicht makellos – aber für dieses Rezept die perfekte Wahl. Man halbiert oder drittelt die Früchte und lässt sie im Ofen schmoren. Wir haben sie mit Spaghetti gemischt und uns darüber gefreut, wie ein simples Gericht so famos schmecken kann. Schuld daran ist sicher auch der frische Salbei vom Garten, der knusprig gebraten und grosszügig unter die Pasta gezogen wird. Das Rezept funktioniert auch mit Basilikum. Oder mit frischem Spinat. Keinesfalls fehlen dürfen aber die selbst getrockneten Tomaten.

Inspiration für eine Salad-Bowl

An unseren letzten Abend in Ubud denke ich besonders gern zurück: Anne und ich hatten bei einem Spaziergang ausserhalb der Stadt die deutsche Yoga-Lehrerin Sandra kennengelernt, wir schlenderten gemütlich zurück und landeten dann alle zusammen im Restaurant Kismet. Die Big Salad Bowl, die ich dort gegessen habe, hat mein Leben verändert. Okay, das ist nun etwas dick aufgetragen, aber fast jedenfalls.

Lauwarme Schokoladentarte

Eine süsse Erinnerung an den 20. Februar: Wieder haben 12 Gäste an unserer Tafel im Abbruchhaus d’Wohnig Platz genommen und sich von Dania und mir bekochen lassen. Zum Nachmachen gibt es dieses Mal das Rezept zum Dessert – eine lauwarme Schokoladentarte mit Blutorangensorbet. Dazu eine gute Nachricht: der Abbruch verzögert sich, d’Wohnig bleibt bis Ende September bestehen und wir kochen weiter! Termine folgen bald.

Power-Pasta mit Oliven

Ich mag es, wenn im Kühlschrank eine salzige Paste vorrätig ist. Nur schon der Anblick von gefüllten Weckgläsern löst bei mir Freude aus. Und jedes Mal wenn eine Hungerattacke naht, hat man schnell was Exzellentes auf dem Brot. In letzter Zeit habe ich öfters Tapenade gemacht, eine Paste aus Schwarzen Oliven, die aus der südfranzösischen Küche stammt. Etwas Mediterranes kann man im grauen Winter gut vertragen…

Buchweizen-Müesli

Es gibt mal wieder ein neues Lieblings-Frühstück in meinem Leben. Nach der Porridge-Phase esse ich nun Buchweizen-Müesli. Schmeckt super und ist – sorry my language – scheiss gesund. Ganze Lobeshymnen wurden auf Buchweizen (kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs wie Rhabarber oder Sauerampfer) geschrieben. Er enthält viel Eiweiss, Eisen und Magnesium, ist reich an Vitamin B1, B2, B3 und E sowie glutenfrei. Also das perfekte Frühstück für Vegetarier.

Wir kochen für dich

Ich träume schon lange davon, Koch-Events zu veranstalten. An einem besonderen Ort, für einen Abend lang einen Tisch voller Leute zu bekochen. Diesen Samstag war es so weit: „Wir kochen für dich – d’Wohnig tischt auf“ hiess es im Abbruchhaus an der Albisstrasse 3 in Zug.

Indian Food Diary, Part 2

Die Luft ist so sauber, die Strassen fast menschenleer, kein Hupen, kein Gedrängel, kein Chaos. Nach sechs Wochen Indien fühlt sich die Welt, die sich unser Zuhause nennt, klinisch still und aufgeräumt an. Einige Male haben wir uns während der Reise nach dieser Ruhe gesehnt. Haben sogar gesagt, nie mehr Indien. Und herausgefunden, dass alle die dieses wunderbare Land bereisen, diesen Satz mal sagen – und dann doch wieder einen Flug buchen, ein Visum beantragen, sich ins Chaos stürzen.

Africa in Style

„Diese drei Jungs traf ich am Strand von Lomé, der Hauptstadt von Togo. Dort wird jeden Sonntagmorgen Sport betrieben. Um fünf Uhr in der Früh rennen alle, egal welchen Alters, ans Meer. Jedes Quartier hat seine Musikgruppe dabei. Nach der gemeinsamen Gymnastik gehen alle baden. Am Strand verkaufen Händler Kokosnuss und Ananas. Gegen sieben Uhr ist der Anlass dann vorbei, danach wird es viel zu heiss, um sich zu bewegen.„

Quitten-Lassi

Ich kaufe im Herbst jeweils Quitten. Meist bleiben sie zu Hause in einer grossen Schale liegen – wie in einem Stillleben aus dem Barock – und beduften den Raum. Macht man sich an die Verarbeitung der Früchte, ist ihre Schönheit schnell dahin. Sogar vollreif sind sie holzig und steinhart. Brauchen endlos lange bis sie gar sind. Kein Wunder, tun sich dieser Krampf nur wenige an. Das Kilo Quitten hat auf dem Markt nur gerade zwei Franken gekostet. Die will man loshaben!

Passt schon

Man nehme ein Kochbuch und koche das sonderbarste Rezept daraus nach: Mit dieser Vorgabe könnte man einen ganzen Blog füllen – sich dabei bestens amüsieren und immer wieder staunen. Mein Beitrag wäre der Schoko-Rote-Bete-Kuchen ohne Mehl aus „Natürlich Backen mit Amber Rose“.