Autor: Barbara Halter

Kürbis-Sellerie-Gratin

Wenn ich momentan all die Kunden mit Körbchen voller Erdbeeren in den Händen und Spargelbünden in den Taschen aus den Grossverteilern kommen sehe, werde ich innerlich grantig. Es dauert noch bis Ende Mai, bis die ersten Erdbeeren reif sind. Spargeln gibt es gegen Ende April. Leute, wir befinden uns noch in der tiefsten Lagergemüse-Zeit! Und das ist gut so…

Inspiration für eine Salad-Bowl

An unseren letzten Abend in Ubud denke ich besonders gern zurück: Anne und ich hatten bei einem Spaziergang ausserhalb der Stadt die deutsche Yoga-Lehrerin Sandra kennengelernt, wir schlenderten gemütlich zurück und landeten dann alle zusammen im Restaurant Kismet. Die Big Salad Bowl, die ich dort gegessen habe, hat mein Leben verändert. Okay, das ist nun etwas dick aufgetragen, aber fast jedenfalls.

Lauwarme Schokoladentarte

Eine süsse Erinnerung an den 20. Februar: Wieder haben 12 Gäste an unserer Tafel im Abbruchhaus d’Wohnig Platz genommen und sich von Dania und mir bekochen lassen. Zum Nachmachen gibt es dieses Mal das Rezept zum Dessert – eine lauwarme Schokoladentarte mit Blutorangensorbet. Dazu eine gute Nachricht: der Abbruch verzögert sich, d’Wohnig bleibt bis Ende September bestehen und wir kochen weiter! Termine folgen bald.

Power-Pasta mit Oliven

Ich mag es, wenn im Kühlschrank eine salzige Paste vorrätig ist. Nur schon der Anblick von gefüllten Weckgläsern löst bei mir Freude aus. Und jedes Mal wenn eine Hungerattacke naht, hat man schnell was Exzellentes auf dem Brot. In letzter Zeit habe ich öfters Tapenade gemacht, eine Paste aus Schwarzen Oliven, die aus der südfranzösischen Küche stammt. Etwas Mediterranes kann man im grauen Winter gut vertragen…

Buchweizen-Müesli

Es gibt mal wieder ein neues Lieblings-Frühstück in meinem Leben. Nach der Porridge-Phase esse ich nun Buchweizen-Müesli. Schmeckt super und ist – sorry my language – scheiss gesund. Ganze Lobeshymnen wurden auf Buchweizen (kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs wie Rhabarber oder Sauerampfer) geschrieben. Er enthält viel Eiweiss, Eisen und Magnesium, ist reich an Vitamin B1, B2, B3 und E sowie glutenfrei. Also das perfekte Frühstück für Vegetarier.

Wir kochen für dich

Ich träume schon lange davon, Koch-Events zu veranstalten. An einem besonderen Ort, für einen Abend lang einen Tisch voller Leute zu bekochen. Diesen Samstag war es so weit: „Wir kochen für dich – d’Wohnig tischt auf“ hiess es im Abbruchhaus an der Albisstrasse 3 in Zug.

Indian Food Diary, Part 2

Die Luft ist so sauber, die Strassen fast menschenleer, kein Hupen, kein Gedrängel, kein Chaos. Nach sechs Wochen Indien fühlt sich die Welt, die sich unser Zuhause nennt, klinisch still und aufgeräumt an. Einige Male haben wir uns während der Reise nach dieser Ruhe gesehnt. Haben sogar gesagt, nie mehr Indien. Und herausgefunden, dass alle die dieses wunderbare Land bereisen, diesen Satz mal sagen – und dann doch wieder einen Flug buchen, ein Visum beantragen, sich ins Chaos stürzen.

Africa in Style

„Diese drei Jungs traf ich am Strand von Lomé, der Hauptstadt von Togo. Dort wird jeden Sonntagmorgen Sport betrieben. Um fünf Uhr in der Früh rennen alle, egal welchen Alters, ans Meer. Jedes Quartier hat seine Musikgruppe dabei. Nach der gemeinsamen Gymnastik gehen alle baden. Am Strand verkaufen Händler Kokosnuss und Ananas. Gegen sieben Uhr ist der Anlass dann vorbei, danach wird es viel zu heiss, um sich zu bewegen.„

Quitten-Lassi

Ich kaufe im Herbst jeweils Quitten. Meist bleiben sie zu Hause in einer grossen Schale liegen – wie in einem Stillleben aus dem Barock – und beduften den Raum. Macht man sich an die Verarbeitung der Früchte, ist ihre Schönheit schnell dahin. Sogar vollreif sind sie holzig und steinhart. Brauchen endlos lange bis sie gar sind. Kein Wunder, tun sich dieser Krampf nur wenige an. Das Kilo Quitten hat auf dem Markt nur gerade zwei Franken gekostet. Die will man loshaben!

Passt schon

Man nehme ein Kochbuch und koche das sonderbarste Rezept daraus nach: Mit dieser Vorgabe könnte man einen ganzen Blog füllen – sich dabei bestens amüsieren und immer wieder staunen. Mein Beitrag wäre der Schoko-Rote-Bete-Kuchen ohne Mehl aus „Natürlich Backen mit Amber Rose“.

Die Sache mit dem Gast und seinen Schuhen

Soll man? Gehört sich das? Oder auf gar keinen Fall? Die Frage, ob Gäste ihre Schuhe ausziehen sollen oder nicht, kann ganze Tischrunden unterhalten. Franziska Bründler und Simone Müller-Staubli jedenfalls haben einen ganzen Tag lang über das Thema diskutiert. Ihre Antwort findet sich in ihrem Buch „Das 9×9 der Gastgeberei“. Soviel sei verraten: Knigge sagt nein.

Brunchen im Bebek

Wenn man am Montag was zu feiern hat und den Tag mit einem Brunch starten möchte, ist die Stadt Zug definitiv keine gute Wahl… zum Glück liegt Zürich so nah. Und dort ist man ja inzwischen richtig berlinmässig drauf. Frühstück täglich bis um 16 Uhr hat sich eingebürgert, zum Beispiel im Café Bebek.

Blaues vom Blech

Auberginen, Blaue Kartoffeln, Brombeeren, Zwetschgen oder Heidelbeeren, momentan haben es mir das violette Gemüse und die blauen Früchten angetan. Im nahen Hofladen fand ich Blaue St. Galler sowie Zwetschgen und kochte daraus zwei Gerichte für das sonntägliche Abendessen. Dass beides auf dem Blech zubereitet wird, ist Zufall.

Seesicht mit Roman Signer

Im Sommer, besonders in einem so schönem und heissen wie diesem, entdecken Herr und Frau Schweizer ihr mediterranes Ich und sitzen bis tief in der Nacht in ihrer Lieblingsbadi. Auch für uns gehört der abendliche Besuch in der Badi Seeliken einfach dazu. Mit dem Rad durch die Altstadt pedalen, bei Sonnenuntergang vom Holzsteg ins Wasser springen und die Tropennächte mit einem kühlen Bier zelebrieren, macht Laune.

Brownies mit Himbeeren

Himbeeren und Schokolade ergeben ein wunderbares Paar. Die saure Beere macht den Brownie leicht und fruchtig. Theoretisch zumindest. Ich habe letzte Woche ein Blech von diesen Brownies für das Waldstock Festival gebacken – am Donnerstagabend waren alle weg und scheinbar sind sie in bester Erinnerung geblieben, zwei Tage später kam nochmals ein Gast an den Kafiwagen und fragte nach den Brownies…

Ice Ice Baby

Trommelwirbel… Albertines hat sich frischgemacht. Re-Design nennt sich das in meiner Branche und ist die Lieblingsmassnahme der Verlage, wenn die Leser wegbleiben. Das haben wir dank Euch natürlich nicht nötig. Wir hatten einfach Lust, unsere Seite übersichtlicher zu gestalten und mehr wie ein Magazin daherzukommen. Auf der Startseite sind einzelne Artikel hervorgehoben und nach Themen geordnet, dazu gibt es eine klassische Blog-Ansicht, wo alle Beiträge nach Erscheinungsdatum untereinander erscheinen. Wir sind gespannt, was ihr dazu sagt!

Albertines besucht den Street Food Market Luzern

Wenn ich Street Food höre, dann denke ich vor allem an Asien. An Bangkok, wo praktisch an jeder Strassenecke irgendein Gefährt mit Ananas, Fleischspiesschen oder Papayasalat steht – natürlich vor Ort frisch aufgeschnitten und zubereitet. Oder an die Flohmärkte in Brooklyn, die mehr Esswaren als alte Sachen verkaufen. Nun wird Street Food bei uns gerade richtig trendig.

Spargelsalat mit Quinoa

Nein, das ist kein Lauch – ceci est ein Knoblauch. Ein junger, frisch geernteter Knoblauch. Mitgebracht habe ich diesen vom Schaffhauser Wochenmarkt. Die Bäuerin vom Ruppenhof hat mich auf die jungen Knollen aufmerksam gemacht. Kannte ich bis jetzt noch nicht. Das Aroma des Knoblauchs ist in dieser Jahreszeit noch ganz mild, vergleichbar mit Bärlauch.

Frühlings-Minestrone mit Spargeln

Die Spring Minestrone von Heidi Swanson ist bei mir zu einem Klassiker geworden – wie ihr Foodblog, den ich seit mehreren Jahren lese. Vielleicht kann man sogar sagen, dass sie Schuld daran ist, dass ich nun selber blogge. Heidi Swansons 101 Cookbooks war einer der ersten Blogs, den ich verfolgte und bis heute ist er einer meiner liebsten geblieben.

Basel für Foodies

Im Februar war ich für das Magazin SI GRUEN in Basel unterwegs. Flurina Rothenberger hat die Fotos zur Reportage gemacht. Wenn ich auf einer Recherche bin, läuft das Hirni ständig auf Hochtouren. Da sind all diese vielen Eindrücke, Menschen und Informationen, die man sich einfach mal reinzieht. Zurück im Büro, wird dies alles dann geordnet. Nach der Recherche in Basel musste ich (verfressen wie ich bin) vor allem an Limettentörtchen, Cannelés und andere feine Dinge denken: Hei… eigentlich haben Flurina und ich in Basel vor allem geschlemmt und viel Kaffee getrunken. Hier meine Top 3 für Foodies:

Chili con Tofu

Kommt euch das bekannt vor? Endlich Wochenende, endlich Zeit zum Ausschlafen… und dann liegt man frühmorgens hellwach im Bett und im Kopf drehen sich die Gedanken – beginnt so die senile Bettflucht? Okay, ich bin heute zu erledigt, zu müde, zu gaga, um noch was Intelligentes von mir zu geben. Aaaaaber…. ich habe da schon mal was vorbereitet, um es in der Sprache der TV-Köchinnen zu formulieren.

Tofu-Brotaufstrich

Ich war früher ein richtiges Wurstkind. Beim Metzger freute ich mich über das Wienerli-Rädli, das es nach dem Einkauf gab. Abends assen wir meist Café Complet und ich langte bei Aufschnitt und Salami zünftig zu. Ich habe das Gefühl, dass zu dieser Zeit bei viele Familien ähnliches auf den Tisch kam. Oder wie war das bei euch? Mir kommt bei diesem Thema halt auch gleich die Wurstserie des Künstlerduos „Fischli und Weiss“ in den Sinn, die sie 1979 gemacht haben.

Quinoasalat mit viel Grün

Klären wir erst die Aussprache. Kinwa sagt Wikipedia. Ich sage „Qu-i-no-a“ und liege somit also völlig falsch. Egal. Quinoa kommt aus Südamerika, zählt zu den Pseudogetreidearten und enthält keine Gluten. Es enthält viel Eiweiss und ist darum ideal für Vegetarier. Als ich letzte Woche von Helsinki nach Zürich flog, gab es an Bord Quinoa. Erstaunlich, oder?

Blutorangen-Konfitüre

Schon einen Osterbrunch geplant? Hier noch eine kleine Inspiration. Unser Vorrat an Konfitüren schwindet und so habe ich mir überlegt, was man im Winter für Früchte einkochen könnte. Ich habe es mal mit Blutorangen versucht und bin sehr happy mit dem Resultat. Es braucht nicht viel dafür, statt alle Orangen von Hand auszupressen habe ich mir Saft gekauft und drei Früchte reingeschnippelt. Ein Schluck Apérol rundet die Sache ab und macht Laune auf den Sommer… Blutorangen-Konfitüre Ergibt ungefähr 4 Gläser.  3 Blutorangen 7,5 dl Blutorangensaft 500 g Gelierzucker 2:1 Blutorangen schälen und filetieren. Dabei den Saft auffangen. In einer Pfanne Saft, Orangen und Zucker aufkochen. 5 Minuten sprudelnd kochen, dann Gelierprobe machen: einen TL Konfitüre auf einen Teller geben, wenn sie sich abgekühlt hat, sollte sich ein Häutchen bilden, bzw. die Konfitüre eine dickflüssige Konsistenz annehmen. Wenn die Probe gelingt, heisse Konfitüre in Gläser füllen (diese 15 Minuten vor dem Abfüllen mit kochend heissem Wasser füllen, um sie zu sterilisieren) und den Deckel zuschrauben. Verfeinerung: Rosmarin: 2 Zweiglein mitkochen und vor dem Abfüllen entfernen Apérol: nach der Gelierprobe zwei gute Schlücke …

Knusperbrot Variationen

Das Knusperbrot – oder „No Knead Bread“, wie das genialste Brotrezept der Welt heisst, hat über Albertines einige treue Anhängerinnen gefunden. Ich wurde inzwischen einige Male gefragt, wie man das Rezept abändern kann und stelle euch hier zwei verschiedene Varianten vor: ein süsses Sonntagsbrot und ein Dinkelvollkornbrot. Die Zeichnungen dazu sind eine Liebeserklärung an den Römertopf. Das coole Teil, das im Zeitalter von Steamer und Hightech die Küche so schön erdet. Sonntagsbrot 430 g Zopfmehl 1/4 TL Trockenhefe 1 1/2 TL Salz 1 TL Zucker 50 g Sultaninen 3,5 dl Milchwasser (halb Milch, halb Wasser) Mehl, Hefe, Salz, Zucker und Sultaninen in einer Schüssel mit dem Milchwasser mischen (nicht länger als eine Minute von Hand rühren, nicht kneten!). Zugedeckt 12 Stunden (es kann auch 2 bis 3 Stunden länger sein) stehen lassen. Römertopf (oder Gusseisentopf) im Ofen bei 250 Grad 10 Minuten aufheizen. In der der Zwischenzeit Teig mithilfe eines Schabers aus der Schüssel nehmen, auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Jede Seite einmal nach innen falten (wie ein Couvert) und drehen. Darauf achten, dass nicht zu viele …

Omeletten mit Bärlauch

Eine unschöne Magen-Darm-Angelegenheit hat Piri und mich letzte Woche lahmgelegt. Für ein paar Tage haben wir uns nur noch von Toast, Reis, Cola und Zwieback ernährt. Erstes kulinarisches Highlight auf dem Weg der Besserung waren diese Omeletten. Ich konnte es mir nicht verkneifen (Schonkost ist nicht so meins…) aus dem Garten etwas Bärlauch zu holen. Die schönen Tage haben die feinen Blättchen aus der Erde getrieben. Dunkelgrün leuchten sie auf dem dunklen, winterlichen Boden und müssen einfach gepflückt werden. Zusammen mit Feta und Avocado, eingerollt in einer Omelette schmecken sie einfach herrlich! Ein super einfaches Nachtessen oder auch für einen Brunch perfekt – und ja, unsere Mägen haben den Bärlauch bestens vertragen. Omeletten mit Bärlauch Für 2 Personen, ergibt pro Person mindestens 2 Omeletten. Der Teig hält auch einen Tag im Kühlschrank, falls etwas übrig bleibt.  150 g Mehl 1/2 KL Salz 3 Eier 3 dl Milchwasser (halb Milch, halb Wasser) 100 g Feta, zerkrümelt 1 Avocado, in Würfelchen 1 Handvoll Bärlauch Pfeffer Mehl in eine Schüssel geben, Salz beifügen, Eier und Milchwasser in einem Massbecher gut mischen und langsam …

Oh du goldene Orange

Dieses Licht haut mich gerade ziemlich um. So grell und hell und fadengrad. Das Aufstehen am Morgen geht wieder so leicht. Im Garten hat es noch Frost, doch die Schneeglöckchen halten tapfer dagegen und schon am Mittag wärmt einem die Sonne das Gesicht. Hallo Frühling, schön bist du da! Hier wieder mal ein Rezept fürs Frühstück: Ich habe morgens immer Hunger und esse phasenweise mal Müesli, Porridge dann wieder Honigbrötchen. Mein momentanes Lieblingsfrühstück ist Orangensalat mit Datteln. In den vergangenen grauen Monaten war es der Motor, um wach und fit zu werden. Statt mit Joghurt mische ich die Orangen mit etwas Mandelmus, das gleicht die Säure aus und macht den Salat süss und cremig. Orangensalat mit Datteln Für 2 Personen. Mandelmus gibt es im Bio-Laden zu kaufen. Natürlich kann man auch Blutorangen verwenden.  3 Orangen 3 getrocknete Datteln 1 EL Mandelmus 1 TL Chia-Seeds (optional) Orangen mit dem Messer rüsten und in mundgerechte Stücke schneiden. Mit dem Saft in eine Schüssel geben. Orangen mit fein geschnittenen Datteln und Mandelmus mischen. Chia-Seeds darüberstreuen.

Vanilla County

Wir von „Albertines“ haben ein paar Tage frei genommen und sind ins Engadin gefahren. Während es vor dem Fenster Leintücher schneit, schreibe ich diesen Text. Es gibt wohl keinen grösseren Sprung als von einem verschneiten Schweizer Bergdorf ins Indische Kerala. Der März wäre aber auch eine ideale Zeit, um Baby Mathew und seine Frau Rani zu besuchen. Wenn ich mich an die Tage in ihrem Homestay Vanilla County in den Hügeln von Vagama zurückerinnere, denke ich vor allem an Ruhe, Natur, wunderbares Essen und natürlich an die elegante, leicht melancholische Villa im Kolonialstil. Der Pfefferanbau und die Katschukbäume hatten die Familie einst wohlhabend gemacht, heute könnten sie die Farm ohne die ausländischen Gäste aber nicht mehr weiterführen. Nach unserer Ankunft konnten wir gleich am langen Esstisch Platz nehmen. In der Mitte standen verschiedene Currys mit Fleisch, Fisch oder Gemüse, dazu Reis und Chutneys. Jeder bedient sich, traditionellerweise isst man in Kerala dann von einem Bananenblatt. In der südindischen Küche wird viel Kokosnuss verwendet und mit Curryblättern und Tamarinde gewürzt. Als Beilage gibt es vor allem Reis, selten Fladenbrot. Im „Vanilla County“ wird man schon beim Frühstück …

Yotam Ottolenghi: Vegetarische Köstlichkeiten

Yotam Ottolenghi wird seit einiger Zeit mächtig abgefeiert. Logisch, haut der Verlag in die Tasten, wenn von ihm ein neues Kochbuch erscheint. „Der lang ersehnte Nachfolger zu »Genussvoll vegetarisch«: Kultautor Yotam Ottolenghi legt nach und liefert neue Geschmacksexplosionen!“ liest man da und erfährt etwas weiter unten im Text, dass dessen Restaurants und Delis zu den „Kultadressen der britischen Hauptstadt zählen„. Soviel Kult ist fast ein bisschen abschreckend. Das erste Kochbuch von Ottolenghi steht bei mir ebenfalls in der Küche. Ich finde es sehr schön zum Durchblättern, aber nicht alltagstauglich. Seine Rezepte haben es bei mir nie geschafft, mehr als einmal gekocht zu werden. Also kein Kult. Nun habe ich trotzdem sein neues Buch gekauft. Das lag weniger am Werbetext, als vielmehr an meinen Flugmeilen, die Ende des Jahres abzulaufen drohten und mit denen ich jeweils auf books.ch shoppen gehe. Kurz vor unserer Silvester-Party sass ich am Computer und schwankte zwischen der TV-Serie  „True Detective“ und „Vegetarische Köstlichkeiten“. Man kann nun meine Wahl als verfressen interpretieren – ich jedenfalls bin sehr happy mit dem Kauf! Es ist schwer zu beschreiben, was den Unterschied zum Vorgänger macht. Die Zutatenlisten für …