Alle Artikel in: Auf Reisen

Mexiko aus dem Skizzenbuch

„Was macht ihr eigentlich auf euren Reisen den ganzen Tag lang?“, haben uns schon einige Leute gefragt. „Zeichnen und die Welt entdecken“ lautet die schönste Antwort darauf. Meist planen wir ja unsere Reisen nur rudimentär. Wir packen einen guten Reiseführer ein (eher nicht den Lonely Planet), der einige Anhaltspunkte liefert, aber bei gegebener Zeit weggelegt wird. Der Rest ist Entdecken und Intuition. So ging es uns auch mit Diego Riviera. Als wir an unserem ersten Tag in Mexico City unverhofft vor seinen riesigen Wandgemälden im Palacio Nacional standen, war es, als hätte er die Spur unserer Reise gelegt. Riveras Murales sind wie Bilderbücher für Erwachsene: Sie zeigen Szenen aus der Mexikanischen Geschichte, dem Alltagsleben der indigenen Bevölkerung, sie sind tief politisch (Rivera war Kommunist) und man findet auf seinen Bildern viele real existierende Personen. Darunter Hernan Cortés, Leo Trotzki und immer wieder seine Frau Frida Kahlo. Für einen Illustrator sind diese Wandgemälde eine riesige Inspirationsquelle. Wenn mein Lieblingsmensch an einer Säule gelehnt oder am Boden sitzend in seinem Skizzenbuch verschwindet und zeichnet, flaniere und fotografiere ich. So kann man (Siehe Eingangsfrage) …

Let’s talk about Tulum

Tulum ist die Lieblingslocation der trendigen, stilbewussten Bloggerszene. Mädels in flatternden Boho-Kleidchen schaukeln in ihrem todschicken Eco-Hotel vor dem türkisfarbenem Meer, es werden Listen aufgestellt, wo man essen und in welchen Strand-Klub man gehen soll. Alles okay, aber auch alles etwas austauschbar. Dieser Bericht beginnt etwas anders – denn am ersten Abend wären wir am liebsten gleich wieder abgereist.

Ein Samstag in Biel

Ich behaupte mal, dass Biel die am meisten unterschätzte Stadt der Schweiz ist. Sie ist nicht so putzig wie Bern, nicht so malerisch wie Luzern und schon gar nicht so hip wie Zürich. Auf den ersten Blick zeigt sich Biel rau und kratzbürstig. Diese Liebe muss erst wachsen. Am Besten während eines Rundgangs in der Altstadt.

Farm 215 in Südafrika

Ein Höhepunkt meiner Südafrikareise war die Nacht auf der Farm 215 im Westkap, östlich von Kapstadt. Als ich die Fotos von Flurina hervorholte, war alles wieder präsent: Unsere Ankunft knapp vor Sonnenuntergang, wie die letzten Strahlen durch die Wolken drangen und die Landschaft mit ihren drahtigen Gräsern und Sträucher in ein mystisches Licht tauchte. Die Abgeschiedenheit der Farm und die Ruhe, mitten im Fynbos – wie diese Vegetation genannt wird. Die Ankunft war allerdings auch etwas hektisch, denn ich wollten unbedingt noch Reiten gehen. Howard von der African Horse Company hat seine Pferde – eine Kreuzung aus Boerperd, Araber, Saddler und Friese – gleich auf der Farm. Die dürren, zähen Tiere bewegen sich frei in der Natur. Nur wenn Gäste kommen, fängt Howard sie ein. Unsere kleine Tour führte uns quer durch die Landschaft, die Pferde finden trittsicher ihren Weg über den sandigen, mit Wurzeln überwucherten Boden.  Die drei Fynbos-Suiten sind mit Solarenergie betrieben. Im Farmhaus hat es drei weitere Gästezimmer (in einem habe ich übernachtet), die ebenfalls sehr geschmackvoll eingerichtet sind. Mein Zimmer war ebenerdig und hatte …