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Passt schon

Man nehme ein Kochbuch und koche das sonderbarste Rezept daraus nach: Mit dieser Vorgabe könnte man einen ganzen Blog füllen – sich dabei bestens amüsieren und immer wieder staunen. Mein Beitrag wäre der Schoko-Rote-Bete-Kuchen ohne Mehl aus „Natürlich Backen mit Amber Rose“.

Marmorgugelhupf

Mit dem letzten Teil meiner kleinen Engadin-Serie schwelge ich etwas in Erinnerungen… Wie ja einige von euch sicher gelesen haben, hütete ich ein Haus in Scuol und schaute zu drei Katzen. Im November ist es im Unterengadin extrem ruhig. Die meisten Hotels und Restaurants haben geschlossen, abends hat man das Thermalbad und die Sauna fast für sich alleine und da dieses Jahr der Schnee so lange ausgeblieben ist, konnte man perfekt wandern. Dazu gab es wunderbar warme und sonnige Tage, die ich auf der Terrasse des Hauses genossen habe. Während meiner Zeit in Scuol besuchten mich viele Freunde. Sie kamen hoch für ein entspanntes Wochenende oder zum Arbeiten – wie Anne das gemacht hat. Zusammen mit ihr ist diese Geschichte entstanden. Die Gugelhupfform, die in Benys Küche so dekorativ hängt, hat mir von Anfang an „back mit mir“ zugeflüstert. Da kann man ja schlecht widerstehen. Anne ist in Hamburg aufgewachsen und kommt sozusagen aus dem Kaffee-und-Kuchen-Land. Ihre Mutter bäckt sehr gerne und früher stand bei ihnen zu Hause regelmässig irgendein Kuchen auf dem Küchentisch. Daneben …

Knusper, knusper, Brot

Eine Freundin fand kürzlich, dass es in der Schweiz einfach keine richtig tollen Bäckereien gebe. Dem kann ich nur zustimmen. Wir sind ja oft (besonders wenn wir im Ausland weilen) mächtig stolz auf unser Brot. Doch leider hat sich in letzter Zeit ein langweiliger Einheitsbrei durchgesetzt. Jede Stadt hat seinen Bäcker, der fleissig an jeder Ecke eine neue Filiale eröffnet. Das Angebot gleicht sich. Tomaten-Mozarella-Sandwiches, Wähen mit viel Guss und ein paar Früchten, Paillasse Brot… egal ob ich in Luzern, Bern oder Zürich bin. Das hat auch einen Grund: Daniel Amrein, der als Eigenbrötler, am Luzerner Wochenmarkt vertreten ist und nach alter Tradition bäckt, schätzt, dass wohl um die achtzig Prozent der Bäcker mit halb fertigen Backmischungen arbeiten. Statt mit Sauerteig und langer Teigführung werden so die Brote in kurzer Zeit hochgepusht.   Neben der Qualität des Brots kommen auch die Geschäfte uniform und bieder daher. Dabei ist doch der Einkauf in einer Bäckerei ein total sinnliches Erlebnis, schon der Duft nach frischem Brot einfach unschlagbar! Erkannt hat dies John Baker am Stadelhofen in Zürich. Im Geschäft wird gleichzeitig gebacken und verkauft. Meist läuft …

Waldstock, I love

Achtung, das wird eine Liebeserklärung! Und zwar an das beste und originellste Open-Air der Schweiz, das Waldstock-Festival. Jedes Jahr baut eine Crew von Freiwilligen auf einer Wiese oberhalb von Steinhausen ZG eine eigenes Universum auf. Über eine Woche lang wird gehämmert, gesägt, gemalt, gefaltet, gebastelt. Zwischen den beiden Bühnen und einer Kinoleinwand entstehen Bars, Restaurants, Dekorationen und Beleuchtungen. Das diesjährige Highlight (und ein Bubentraum) war die nostalgische Bergstation mit einer beleuchteten, rot-weissen Zahnradbahn, die (ohne Passagiere) auf Holz-Schienen in den Himmel stieg… Begeistert haben mich all die Details. Die alten Email-Lampenschirme, die über der Bar hingen, hätte ich am liebsten mit nach Hause genommen. Ein Sammler aus Goldau stellte all die alten Bahn-Utensilien wie die beleuchteten Weichensignale zur Verfügung. Neu am diesjährigen Waldstock war der Kafi-Wagen von Jasmin. Zum ersten mal gab es richtig guten Espresso zu trinken! Ich habe an einem Abend dort gearbeitet und Blaubeerschnecken und Aprikosenküchlein für den Verkauf gebacken. Die 40 Stück waren um 22 Uhr als wir den Wagen schlossen, alle weg. Unten die Rezepte zum Nachbacken… und genau, noch dies: das letzte Juli-Wochenende 2015 ist …