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Ein Sonntagmorgen mit Zopf frisch aus dem Ofen

Am Sonntagmorgen einen frisch gebackenen Zopf aus dem Ofen zu ziehen, ist für mich eine Definition von Luxus. Den gibt es natürlich nicht umsonst. Aber mit diesem Rezept kann man sogar am Abend davor ausgehen – darf aber nur so viel trinken, dass man das Formen noch hinkriegt. 

Zopf backen habe ich von meiner Mama gelernt. Wenn wir den Teig formten, sagte sie jeweils: Nicht überlegen und vor allem nicht unterbrechen, dann gerät alles nur durcheinander. Bis heute halte ich mich an ihren Rat und flechte den ganzen Zopf in einem Rutsch. Und ja, ich bin mal so bescheiden und behaupte, dass ich das nicht blind, aber sonst in jedem Zustand zustande bringe. Zum Beispiel auch leicht angeschickert nach dem Ausgehen. Das ist nötig. Denn damit man am Sonntagmorgen einen frisch gebackenen Zopf aus dem Ofen ziehen kann, muss man ihn in der Samstagnacht formen. Wann ist nicht so wichtig – wird es allerdings draussen schon hell, bist du zu spät.

Zum Formen: Teig halbieren, zwei Stänge formen, die gegen die Enden hin dünner werden. Die beiden Stränge übers Kreuz legen und mit Flechten beginnen. Dabei die beiden Enden eines Strangs über das Stück in der Mitte kreuzen. Ich konzentrier mich jeweils auf das Mittelstück und lass es laufen…. alles klar? Sonst hilft sicher Youtube.

Sonntagszopf mit Vollkornmehl
Das Rezept ist eine Abwandlung des Dreikönigskuchens von Katharina Arrigoni. Dieser hat so gut geschmeckt, dass ich fand, einmal sei definitiv zu wenig und habe daraus einen Zopf gemacht. Für Königinnen und Könige rund ums Jahr… 

Vorteig Samstag (z.B um 12 Uhr)
100 g Milch
100 g Halbweissmehl (Typ 550)
1 g Hefe
Alles miteinander verrühren und zugedeckt 4-5 Stunden stehen lassen. (Wenn es in der Küche nicht zu warm ist, kann der Vorteig auch gut bis zu 7 Stunden stehen.)

Hauptteig Samstag (z.B um 18 Uhr)
250 g Milch (zimmerwarm)
8 g Hefe
2 EL Zucker
1 TL Vanillezucker
300 g Halbweissmehl (Typ 550)
100 g Vollkornmehl
10 g Salz
halbe Zitrone, geriebene Schale (optional)
60 g Butter, weich
Die Hefe in etwas Milch auflösen. In einer Schüssel Zucker, Mehl, Salz und Zitronenschale mischen. In der Mitte eine Mulde formen: Milch, aufgelöste Hefe, Butter und den Vorteig in die Mulde geben und von innen nach aussen alles vorsichtig mit einer Kelle vermischen. Sobald die Zutaten vermischt sind mit den Händen weiterarbeiten. Den Teig aus der Schüssel nehmen und 5 bis 10 Minuten kneten. Der Teig sollte nicht zu trocken sein, falls nötig, etwas Wasser darunterkneten. Eine Kugel formen, bemehlen und den Teig in der Schüssel zugedeckt 3 bis 4 Stunden aufgehen lassen (und währenddessen ausgehen…)

Formen Samstagnacht
1 Ei, zerklopft
Den Teig halbieren und zwei Stränge formen, die  zu den Enden schmaler werden. Zopf flechten und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit Ei bestreichen. Den Zopf mit einer Haushaltsfolie abdecken und darüber ein Küchentuch legen. Ja nach Jahreszeit in den Kühlschrank oder auf den Balkon stellen. Der Zopf sollte langsam gehen, ist es zu warm, geht das nicht.

Backen Sonntagmorgen
Den Zopf nochmals mit Ei bestreichen. Und dann im vorgeheizten Ofen bei 220 Grad, 40 Minuten backen. Auf einem Gitter etwas auskühlen lassen.

 

 

 

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