Auf Reisen, Schweiz, Wandern
Schreibe einen Kommentar

Wandern am Vierwaldstättersee

Eine Abkühlung zum Schluss! Das ist meist unsere Bedingung beim Wandern. Hier zwei Vorschläge am Vierwaldstättersee, Sprung ins Wasser inklusive.

Von Maria-Rickenbach zur Musenalp und runter nach Beckenried
Der kleine Pilgerort Maria-Rickenbach war für mich die Entdeckung im letzten Jahr. Auch wenn man es nicht so mit der Religion hat, hier oben herrschen besondere Kräfte: die Natur, der Blick auf die Berge rundherum – hier fühlt man sich sofort wohl. Und der Ort ist ein prima Ausgangsort für verschiedene Wanderungen. Das Restaurant Pilgerhaus neben der Kirche wird sehr liebevoll geführt und hat eine alte, mit Holz getäferte Gaststube. Ein Kaffee vor dem Loslaufen muss unbedingt drin liegen.

Den Puls etwas beruhigen und das Panorama geniessen: Blick vom Bleikigrat auf Beckenried und den Vierwaldstättersee.

Für die 1,5-stündige Wanderung hoch zur Musenalp gibt es verschiedene Varianten. Und für die ganz Faulen eine kleine Gondelbahn. Wir wählten die Route über Rätzlenen und den Bleikigrat. Die Strecke über den Grat ist als weiss-blau-weisser Alpinwanderweg gekennzeichnet – man braucht dafür keine besondere Ausrüstung, muss aber zwischendurch kraxeln und sollte schwindelfrei sein. Die Aussicht auf Berge und den Vierwaldstättersee ist magisch!
Auf der Musenalp haben wir Bergkäse gekauft und sind dann Richtung Klewenalp weiter. Von dort fährt eine Bahn nach Beckenried. Wir wollten es richtig wissen und sind auf halbem Weg abgebogen und alles bis runter nach Beckenried gelaufen. Das letzte Stück zieht sich dahin und sorgt für (richtig) müde Beine. Selten wurde der Sprung in den erfrischenden Vierwaldstättersee so ersehnt!

Start mit dem Zug nach Niederrickenbach Station, dann mit der Luftseilbahn Dallenwil–Niederrickenbach hoch nach Maria-Rickenbach.
Ziel in Beckenried mit dem Kursschiff nach Luzern
Wanderzeit variiert je nach Route, die einfachste dauert ca. 4 Stunden

Musenalpexpress: Die kleine blaue Bahn fährt von Maria-Rickenbach hoch zur Musenalp.

Waldstätterweg, Etappe 7 von Beckenried ins Rütli
Wir beginnen dort, wo die anderen Tour endet: in Beckenried. Und der wasserbegeistertere Teil unseres Duos eröffnet die Wanderung mit einem Sprung in den See. Kann man machen.
Die erste halbe Stunde des Wegs begeistert mässig, richtig schön wird es erst, wenn die A2 im Berg verschwindet und das Rauschen der Autos verschwindet. Der Pfad führt auf und ab, durch den Wald blitzt der See in karibischen Farbtönen hervor. An einem einsamen Badeplätzchen, gleich unterhalb der eindrücklichen Risletenschlucht springen wir erneut ins Wasser.

Schiffahren auf dem Vierwaldstättersee sorgt für Feriengefühle.

Der zweite Teil der Wanderung führt dann mehrheitlich über Wiesen, die Mythen kommen ins Bild und der Urnersee. Beim Rütli angekommen, kann man sich entweder patriotisch auf DER Wiese der Schweiz suhlen oder ein Glacé essen bis das Schiff abfährt. Am Schiffssteg gab es übrigens noch eine Prise Loriot.
Eine Gruppe Leute wartet auf das Schiff, plötzlich stellt sich eine Dame vor alle und hält wortlos einen Schlüssel in die Luft, der offensichtlich jemand verloren hat. Eine Männerstimme von hinten: „Ute…Ute, ist das nicht dein Schlüssel?“
Frau (offensichtlich Ute): „Ja… Aber DU hattest ihn!“

Start: Beckenried
Ziel Rütli, von dort mit dem Schiff nach Flüelen
Wanderzeit ca. 4 Stunden

Fast wie in der Karibik: eine der kleinen Badebuchten auf dem Waldstätterweg.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.